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SPORTSTUNDE IM RITTERSAAL DES SCHLOSSES
Das rege Leben in unserer Sportgruppe machte den Verantwortlichen immer mehr deutlich, dass für den regelmäßig dienstags stattfindenden Trainingsabend bessere Möglichkeiten in der Raumfrage gefunden werden mussten.
Es war den jungen Leuten auf die Dauer kaum zuzumuten, dass jedes Mal der ganze Kindergarten ausgeräumt werden musste.
Außerdem wurden vom Gesundheitsamt Bedenken angemeldet, wenn im gleichen Raum tagsüber Kindergarten und abends die Sportstunde der Eichenkreuzler abgehalten wurde.
So war bei uns natürlich die Freude besonders groß, als im Zuge der Verlegung eines Teils der Evangelischen Jugendarbeit vom alten Gemeindehaus in verschiedene Räume des Köngener Schlosses die Möglichkeit bestand, den altehrwürdigen Rittersaal als Sportraum zu benutzen. Die Renovierung wurde freudig in Eigenarbeit begonnen, und unser Freund Erwin Deuschle hat sich dabei als Maler besonders eingesetzt.
Nach Abschluss der Renovierungsarbeiten hatten wir einen für unsere Verhältnisse überraschend guten Raum, um unsere Sportabende durchzuführen. Hierbei konnte auch die in der Mitte des Saales stehende Säule, der sich unter dem Bretterboden befindende Staub und die winterliche Kälte nicht stören.
Jedenfalls waren wir Fräulein Gunzenhauser und Familie Zimmermann für die Überlassung von Herzen dankbar.
So hatten wir für die Wintermonate eine Bleibe, und zu unserer Freude sollte sich auch für die sportliche Betätigung während der Sommermonate bald eine geeignete Möglichkeit finden. Die Evangelische Kirchengemeinde konnte nämlich hinter dem Gemeindehaus einen Platz erwerben, und, da die Zeit für den Bau eines neuen Gemeindehauses noch nicht reif war, wurde uns freundlicherweise dieser Platz zur Ausübung unserer Sportarbeit überlassen.
Selbstverständlich wieder in Eigenarbeit wurde eine Weitsprunganlage geschaffen, Handballtore angefertigt und aufgestellt, in nächtelanger Handarbeit Ballfangnetze und Tornetze aus Schnurabfällen geknüpft und, man höre und staune, eine Flutlichtanlage, für damalige Verhältnisse etwas wirklich Außergewöhnliches, montiert. Nicht nur alle diese persönlichen Opfer und Anstrengungen, sondern auch die Gemeinschaft und das gemeinsame Erleben haben in den Jahren 1954 − 1956 unsere Gruppe zu einer wirklichen Einheit zusammengeführt, und es ist nicht vermessen, wenn damals gesagt werden konnte, dass in dieser Zeit die Grundlagen für die spätere erfolgreiche Arbeit unserer Sportgruppe gelegt wurden.
Nach dem Erschaffen aller dieser Voraussetzungen wie Spielplatz und andere notwendige Einrichtungen, konnte unsere Gruppe darangehen, Handballturniere zu veranstalten und Mannschaften der näheren und weiteren Umgebung einzuladen. Unsere Gruppe hat vom Jahre 1957 an jährlich ein Handballturnier durchgeführt. Davon fanden 7 Veranstaltungen auf diesem Platz statt, und während dieser Zeit wurden viele gute und dauerhafte Verbindungen geknüpft. Natürlich waren die Veranstaltungen oft vom Wetter abhängig, aber auch Regenwetter konnte die Begeisterung nicht dämpfen. So hat es bei einem dieser Turniere nur einmal am Nachmittag geregnet, nämlich von Anfang bis Ende und Auswirkungen auf den an sich gepflegten Rasen waren 2 Jahre danach noch zu registrieren.
Sicherlich wäre unsere Sportgruppe noch lange Zeit mit dieser Lösung zufrieden gewesen, wenn nicht die Evangelische Kirchengemeinde im Jahre 1964 mit dem Bau des neuen Gemeindehauses auf diesem Platz begonnen hätte.
Glücklicherweise ergab sich dann, dass wir im Rahmen der Flurbereinigung 1959 − 1961 durch Zukauf von Grundstücken unseren Spielplatz in der Ebene vergrößern und verbessern konnten. Das alte Blockhaus wurde abgebrochen und ein neues Häuschen gebaut.

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MITTWOCHS AUF DEM HARTPLATZ BEI DER LINDENTURNHALLE
Ohne Beeinträchtigung durch Platzverhältnisse konnte die Arbeit unserer Sportgruppe weitergeführt werden, weil uns nach Baubeginn des Gemeindehauses durch die bürgerliche Gemeinde der neue Hartplatz bei der Lindenturnhalle zur Verfügung gestellt werden konnte. Dieser Spielplatz bot für die damaligen Verhältnisse ausgezeichnete Möglichkeiten für das wöchentliche Training und für Handballturniere, die weiterhin von unserer Sportgruppe veranstaltet wurden. Nach Absprache mit dem TSV stand uns jeweils der Mittwochabend Verfügung, und durch die guten Lichtverhältnisse konnten mit Ausnahme Wintermonate die Übungsabende regelmäßig durchgeführt werden.
An den Erfolgen, die unsere Mannschaft bei vielen Turnieren erzielte, konnte das Ergebnis eines intensiven Trainings leicht abgelesen werden. Immer öfter erschien Köngen als Turniersieger, und immer häufigere Einladungen waren die Folge.
In die Jahre 1964/65 fiel der erste Generationswechsel innerhalb der Handballmannschaft. Manch einer, der von Anfang an dabei war, machte seinen Platz frei, um der nachdrängenden Jugend Gelegenheit zur Bewährung zu geben. Bemerkenswert war, dass dieser Wechsel, wie dies auch in späteren Jahren immer wieder festzustellen war, vollzogen werden konnte, ohne dass für die Mannschaft größere Einbußen an Spielstärke zu verzeichnen waren. Auch ein Nachlassen der Kameradschaft untereinander war nicht zu spüren. Ein Grund dafür war, dass von uns in jedem Jahr das Feldhandballspiel hochgehalten und mit allem Nachdruck betrieben wurde.