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FELDHANDBALL |
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Bei dieser Art des Handballspiels kommt es bekanntlich mehr als beim Hallenhandball auf Kondition und
Einsatzbereitschaft des Einzelnen an, und da diese Eigenschaften bei unseren Spielern vielleicht mehr
als bei unseren Gegnern anzutreffen waren, hatten wir im Feldhandball auch zunächst die
größeren Erfolge aufzuweisen. Hierbei kamen uns die besseren Möglichkeiten auf dem vergrößerten Spielplatz in der Ebene zugute, und mancher Tropfen Schweiß blieb Mittwochabends dort oder im benachbarten Wald. So wurde nun fast ununterbrochen die Bezirksmeisterschaft errungen und bei den württembergischen Feldhandball−Meisterschaften des Evang. Jungmännerwerks kam unsere Mannschaft seit 1959 fast immer unter die besten Vier. Hier war in den ersten Jahren jedoch zunächst Endstation bis 1961, als zum ersten Mal das Spiel um den 3. Platz gegen Kuchen gewonnen werden konnte. Im Jahre 1963 erreichten wir erstmals ein Endspiel um die württembergische Feldhandball−Meisterschaft. Es war dies ein Erlebnis für uns, vor einer größeren Zuschauermenge am Festnachmittag des Landessportfestes in Eislingen gegen Weilimdorf anzutreten. Dieses Spiel war der Beginn einer Serie von Endspielen, an denen Köngen jedes folgende Jahr beteiligt war, lediglich unterbrochen im Jahr 1966. Zunächst waren jedoch die Endspielgegner noch zu stark, und 1963 und 1964 wurde unsere Mannschaft jeweils Zweiter. Unvergesslich wird jedoch der Nachmittag beim Landessportfest 1965 im glutheißen Stadion in Ulm bleiben. Wieder war Weilimdorf der Gegner. Wir konnten jedoch diesmal mithalten. Das Spiel stand bei Halbzeit 8−8, beim regulären Ende 16−16, und in der notwendigen Verlängerung konnten wir erstmals ein Endspiel mit 20−19 gewinnen. Obwohl jeder bis zur letzten Faser ausgelaugt war, war die Freude kaum zu beschreiben. Als württembergische Meister waren wir berechtigt, gegen den bayerischen Meister das Endspiel um die süddeutsche Meisterschaft zu bestreiten. Im riesigen Nürnberger Stadion unterlagen wir jedoch gegen Nürnberg-Maxfeld 16−20. Durch eine Niederlage in der Vorrunde wurde von uns im darauffolgenden Jahr die Endrunde um die württembergische Meisterschaft verpasst. Um so erfolgreicher war für uns das Jahr 1967. Das Endspiel um die württembergische Meisterschaft gewannen wir gegen Möhringen im Stadion bei der Kreuzeiche in Reutlingen. Dann wurde unsere Mannschaft um die süddeutsche Meisterschaft in Nürnberg wieder gegen Maxfeld voll gefordert. Dieses Spiel stand bei regulärem Ende unentschieden, und nur dem restlosen Einsatz aller Spieler war es zu verdanken, dass Köngen erstmals süddeutscher Meister wurde. Einige Tage nach diesem Erfolg konnten wir auch ein Freundschaftsspiel gegen den TSV Köngen im Rahmen des 40−jährigcn Jubiläums der Handballabteilung auf dem Hartplatz bei der Lindenturnhalle mit 21−15 gewinnen. Schwierig war es für uns nun, die gute Form im Feldhandball bis zum Endspiel um die Deutsche Meisterschaft im Oktober zu halten. Es galt, das Ziel in Dortmund nicht aus den Augen zu verlieren. Dank der Einsatzbereitschaft aller Spieler gelang dies jedoch und der 08. Oktober 1967 sollte für uns ein unvergessliches Erlebnis bringen. Im Rahmen des westdeutschen Bundesposaunenfestes fand in der Mittagspause vor 3.000−4.000 Zuschauern auf einem Platz bei der Westfalenhalle das Endspiel um die deutsche Feldhandball−Meisterschaft zwischen CVJM Oberlübbe, dem Westbundmeister, und dem CVJM Köngen statt. Einer wirklich guten Leistung der ganzen Mannschaft, aus der unser Torwart Helmut Maier noch herausragte, war es zu verdanken, dass wir diesen stolzen Titel mit einem eindeutigen 19−12−Sieg erringen konnten. Eines der eindrücklichsten Erlebnisse in vielen Jahren war dann die Siegerehrung, die vor ca. 20.000 Bläsern und Besuchern in der Westfalenhalle vor Beginn des Festnachmittags des Bundesposaunenfestes stattfand. Die Mannschaftsaufstellung in diesem Spiel war: Helmut Maier, Hermann Ebinger, Walter Maier, Gottlob Deuschle, Fritz Schuster, Baldwin Keck, Dieter Heilemann, Werner Maier, Walter Zaiser, Manfred Jüngling, Gerhard Maier, Günther Block. Im darauffolgenden Jahr konnten wir wieder württembergischer Meister werden und, da die bayerischen Freunde in der Zwischenzeit das Feldhandballspielen aufgegeben hatten, waren wir ohne weitere Qualifikation wieder im Endspiel um die deutsche Meisterschaft, das diesmal in Siegen stattfand. Wieder war Oberlübbe der Gegner und, obwohl sich diese Mannschaft ausgezeichnet auf uns eingestellt hatte, konnten wir auch dieses Spiel, diesmal jedoch nur knapp mit 14−12 Toren, gewinnen. Im Jahr 1969 verloren wir das Endspiel um die württembergische Meisterschaft gegen unseren jahrzehntelangen Widersacher Möglingen und 1970 konnten wir in Geislingen das vorläufig letzte, bei uns ausgetragene Endspiel um eine württembergische Feldhandball−Meisterschaft gegen Esslingen gewinnen. | |
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Hallenhandball |
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Bereits in den 50−er Jahren wurden im Hallenhandball württembergische Meisterschaften ausgetragen. Hier konnte jedoch unsere Mannschaft jahrelang keine Rolle spielen, da diese Meisterschaften jeweils in den Monaten März/April stattfanden und wir infolge des Fehlens einer Halle zu dieser Zeit nicht die Form fanden, um in die Endrunden einzudringen bzw. dort einen ernsthaften Gegner abzugeben. Unsere Mannschaft hatte jeweils im Sommer und Herbst durch das Feldhandballspiel eine gute Form, um im Winter und Frühjahr dann etwas abzufallen. Dies änderte sich erstmals 1965. In diesem Jahr konnten wir als württembergischer Vizemeister an der deutschen Hallenhandball−Meisterschaft, die in Esslingen ausgetragen wurde, teilnehmen. Diese Teilnahme leitete eine fast unglaubliche Serie ein, die bisher von keiner anderen Mannschaft im Eichenkreuz erreicht wurde, denn es gelang uns von 1965 bis 1997 in ununterbrochener Folge, 33−mal an der Endrunde zur deutschen Hallenhandball−Meisterschaft teilzunehmen. Dabei musste die Teilnahmeberechtigung zur Deutschen Meisterschaft ab 1969 nicht nur durch einen 1., 2. evtl. 3. Platz bei der württembergischen, sondern über eine weitere Ausscheidung bei der süddeutschen Meisterschaft, später bei einem Qualifikations− (B−) Turnier erbracht werden. Ein überaus großes Maß an handballerischem Können, Trainingsfleiß und Einsatzbereitschaft waren notwendig, um dies zu erreichen. Dabei darf nicht vergessen werden, dass auch bei den weiten Reisen alle Auslagen von den Mannschaftsmitgliedern ausschließlich aus eigener Tasche bezahlt wurden. Eine weitere Begebenheit machte der Mannschaft und vor allem den Betroffenen viel Freude. Durch gute Leistungen wurden unserer Mannschaft für die Auswahlmannschaft der Bundesrepublik Deutschland bei den Europameisterschaften 1969 in Fredericia (Dänemark) vier Spieler nominiert. Es waren Gerhard Maier, Helmut Maier, Werner Maier und Dieter Heilemann. Besonders Gerhard Maier hatte durch gute Leistungen auf sich aufmerksam gemacht. Bleibende Eindrücke waren es, die unsere Freunde mit der kleinen Nationalmannschaft in diesen Tagen sammelten. Aus der Fülle der Erlebnisse, die unsere Handballmannschaft in diesen Jahren hatte, soll noch eines besondere Erwähnung finden, nämlich die erstmalige Erringung der Deutschen Hallenhandball−Meisterschaft 1971 in der Esslinger Schelztor−Sporthalle. Durch 4 Siege gegen Ickern, Möglingen, Winnenden und Gelsenkirchen konnte unsere Mannschaft trotz einer Niederlage gegen CVJM Dünne mit 8:2 Punkten Deutscher Eichenkreuzmeister werden. Eine beachtliche Zahl begeisterter Anhänger hat unsere Mannschaft bei diesen Spielen mit großer Anteilnahme lautstark unterstützt, und so gelang nach sechsmaligem Anlauf beim siebenten Mal der große Wurf. Es war erfreulich zu erleben, wie unsere Mannschaft gegen wirklich gute Gegner bestehen konnte, und die Siegesfreude war riesengroß. Natürlich galt es, im Jahr 1972 diesen Titel zu verteidigen. Neue Leute mussten eingebaut werden. Trotz großer Anstrengungen von den neu zur Spitze vorgestoßenen Mannschaften aus Jebenhausen und Fellbach konnte Köngen wieder Württembergischer Meister vor Jebenhausen, Winnenden und Fellbach werden. Auch die Süddeutsche Meisterschaft in Winnenden gewann Köngen nach spannenden und abwechslungsreichen Begegnungen vor München Moosach, Fellbach und Winnenden. Bei der Deutschen Meisterschaft am 15./16.April 1972 in Herne liefen alle Begegnungen auf ein echtes Endspiel zwischen Herne und Köngen hinaus. Beide Mannschaften waren bis dahin ungeschlagen. In diesem Spiel erwies sich Herne in eigener Halle als die bessere Mannschaft und gewann 11−8. Köngen wurde Zweiter. Außer dem Fleiß und dem Einsatz der Mannschaft selbst (die Trainingsabende wurden von Werner Maier sehr abwechslungsreich und intensiv gestaltet), waren die zuletzt erreichten Erfolge mit ein Verdienst von unserem ehemaligen Spieler Dieter Heilemann, der als Coach die Mannschaft während der wichtigen Spiele umsichtig betreut hat. Sehr wichtig war auch, dass Walter Zaiser als Rückgrat der Mannschaft die Erfahrung aus vielen Jahren Handballspielens einsetzen konnte. Für die Zukunft galt es, die gute Handball−Tradition unserer Sportgruppe fortzusetzen, und wir hoffen, dass aus der Jugend gute Spieler nachwachsen, die mit Erfolg in die Fußstapfen der Alten treten. Diese Hoffnung wurde bestärkt, nachdem unsere Jugendmannschaft im Juli 1972 erstmals ein Landesturnier vor vielen württembergischen Spitzenmannschaften gewinnen konnte. Die Mannschaft spielte in der Aufstellung: Walter Hablizel, Gerhard Blessing, Andreas Roosz, Erwin Tremmel, Reinhold Hummel, Willi Benz, Karl−Heinz Deuschle, Walter Zaiser II, Joachim Wisst, Dietmar Deuschle, Joachim Siegler, Trainer: Gerhard Maier. | |
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NICHT NUR HANDBALL… |
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Wie bereits erwähnt, wurde frühzeitig, d.h. schon in den Anfangsjahren des Bestehens unserer Sportgruppe,
viel Tischtennis gespielt. Regelmäßige Turniere um die Vereinsmeisterschaft im Einzel und Doppel
wurden ausgetragen, und oft gab es Begegnungen mit Mannschaften aus der Nachbarschaft. Auch bei den damals
alljährlich stattfindenden Bezirks−Tischtennis−Turnieren konnten von Mitgliedern unserer
Sportgruppe gute Plätze belegt werden. Obwohl dafür oft wenig Zeit blieb, kam auch ab und zu der Fußball zu seinem Recht. Auch hier wurden jedes Jahr Turniere in Plochingen und Kuchen besucht und Freundschaftsspiele gegen Mannschaften ausgetragen, mit denen wir vom Handball her befreundet waren. In dieser Disziplin galt für uns der Wahlspruch: Teilnehmen ist wichtiger als siegen. Größere Erfolge blieben hier aus. Einmal im Jahr treffen sich seit Anfang der 70er Jahre alle Gruppen unseres Vereins zum Vereins−Fußballturnier auf dem Plätzle. Den gestifteten Pokal konnte in den Anfangsjahren jeweils die Sportgruppe gewinnen und damit ihrer Favoritenrolle gerecht werden. Durch die starke Hinwendung zum Handballspiel kam bei uns in den 70er Jahren leider die Leichtathletik etwas zu kurz. Vor allem die Älteren werden sich an große Teilnehmerzahlen aus Köngen bei früheren Bezirks− und Landessportfesten erinnern, die auch oft mit guten Erfolgen abgeschlossen werden konnten. So wurden von Walter Zaiser, Werner Maier, Helmut Maier, Ludwig Betz, Helmut Kessler, Gerhard Kessler, Manfred Jüngling und anderen mancher württembergische Meistertitel oder gute Platzierungen erkämpft. Eine erfreuliche Sache waren die seit Mitte der 60er Jahre bei uns stattfindenden Vereinsmeisterschaften in der Leichtathletik. Bei diesen Sporttagen war es möglich, dass vom Jungscharler bis zum AH−Sportler jeder seine Form in leichtathletischen Disziplinen überprüfen konnte. Nachdem ziemlich von Anfang an die Aufgaben der Organisation und der Trainingsleitung von Walter Maier wahrgenommen wurden, konnten wir im Laufe der Jahre eine Aufgabenteilung vornehmen. So leitete das Training für die Aktiven seit 1970 mit großem Erfolg Werner Maier, für die Betreuung und das Training der Jugendmannschaft hatte sich seit 1970 Gerhard Maier eingesetzt, und für die Jungschar waren seit 1971 Gottlob Deuschle und Andreas Roosz verantwortlich. Nach dem Jubiläum 1972 Die vielfältigen Festveranstaltungen zum 25−jährigcn Bestehen unserer Sportgruppe im Herbst 1972 waren ein großer Höhepunkt im Leben unserer Gemeinschaft. Keine Frage, auch danach ging das Leben und die Arbeit unter uns Eichenkreuzsportlern mit Volldampf weiter. Wie aus dem bisherigen Bericht bekannt, mit Prioritäten der Männer− und männlichen Jugendmannschaften im Handball, das im Training und Wettkampf, d.h. Teilnahme an den Rundenspielen zur württembergischen Eichenkreuzmeisterschaft der jeweiligen Klasse, nach wie vor einen breiten Raum einnahm. Immer wieder erstaunlich war, dass unsere l. Männermannschaft, nach den Spielen in Württemberg, wo sie ohne Unterbrechung der höchsten Spielklasse, der Landesliga, angehört, auch Jahr für Jahr die Qualifikation zu der Deutschen Eichenkreuzmeisterschaft schaffte. | |